| Hypophysenadenome | ||||||
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Hochpräzisionsbestrahlung von Hypophysenadenomen Hypophysenadenome gehen von der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) aus, die sich in der Mitte des Schädelinneren befindet. Die Hirnanhangsdrüse ist eine der wichtigsten Hormondrüsen. Tumore der Hypophyse stellen etwa 10 – 15 % aller Tumore im Schädelinneren dar, abhängig von deren Größe unterscheidet man in Mikroadenome (kleiner als 10 mm im Durchmesser) und Makroadenome (größer als 10 mm im Durchmesser), sowie abhängig von deren Hormonausschüttung in hormonaktive und inaktive Adenome. Hypophysentumore können sich sowohl durch ihr Wachstum und den Druck auf Umgebungsstrukturen mit Kopfschmerzen, Sehstörung oder dem Ausfall der normalen Hormonausschüttung (Hypophyseninsuffizienz), bemerkbar machen, aber auch durch eine vermehrte Hormonproduktion. Bei solchen hormonaktiven Tumoren unterscheidet man je Art des betroffenen Hormons auch unterschiedliche Erkrankungen wie Akromegalie (Erhöhung der Wachstumshormonausschüttung) oder Morbus Cushing (Vermehrte ACTH Ausschüttung und Kortisonbildung). Neben der klinischen Diagnose und einer genauen Analyse des Hormonstatus durch den Endokrinologen führt in der Regel die Kernspintomographie (MRT) zur Diagnose. Es gibt drei mögliche Therapieformen, die Operation, die Bestrahlung und die medikamentöse Behandlung. Nicht selten wird eine Operation erst im Anschluss an eine medikamentöse Behandlung durchgeführt. Bestimmte Hypophysentumore, wie z. B. die Prolaktinome, werden grundsätzlich zunächst medikamentös behandelt, Hypophysenadenome die Wachstumshormone produzieren, werden in der Regel zuerst operiert. Die Operation ist auch immer dann die Methode der ersten Wahl, wenn ein Tumor z. B. bereits auf den Sehnerv drückt. Die Radiochirurgie oder stereotaktisch fraktionierte Strahlentherapie kommt immer dann zum Tragen, wenn z. B. ein Tumor durch Operation nicht vollständig entfernt werden kann. Das ist immer auch dann der Fall, wenn der Tumor durch Einwachsen in angrenzende Strukturen wie den „Sinus cavernosus“ prinzipiell operativ nicht vollständig entfernbar ist. Besonders erfolgreich ist die Präzisionsbestrahlung bei der Behandlung Hormon produzierender Tumore, wo auch kleinste Tumorreste nach Operation noch große Hormonmengen ausschütten können. Es hat sich gezeigt, dass mittels Radiochirurgie solche unerwünschte Hormonausschüttungen bis zu zehn Mal so schnell normalisiert werden können, wie z. B. nach einer konventionell fraktionierten Strahlenbehandlung. Das Nebenwirkungsniveau ist wegen des steilen Dosisgradienten der stereotaktischen Strahlentherapie, insbesondere in der Nachbarschaft der Sehnerven und der Sehnervenkreuzung deutlich geringer als bei konventioneller Bestrahlung. |
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