| Kavernome | ||||||
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Hochpräzisionsbestrahlung von Kavernomen Die Behandlung kavernöser Malformationen (Kavernome, angiografisch okkulte vaskuläre Malformationen) wird noch immer kontrovers diskutiert. Die Notwendigkeit der Behandlung resultiert aus deren Blutungsneigung und dem damit verbundenen Erkrankungsrisiko. Unstrittig ist die mikrochirurgische Resektion die Methode der Wahl in all jenen Fällen, in denen die Kavernome mit vertretbaren operativen Risiko ausgeschaltet werden können. Kavernome in Hochrisikoregionen wie Hirnstamm, Zwischenhirn und Thalamus lassen sich jedoch häufig nicht risikoarm operativ entfernen. Für Patientinnen und Patienten mit Kavernomen in solchen so genannten „eloquenten“ Arealen, vor allem wenn schon mehrfach Blutungen aufgetreten sind, wird nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten gesucht, zu denen auch die Radiochirurgie gehört. Es konnte gezeigt werden, dass die Blutungswahrscheinlichkeit zwei Jahre nach Radiochirurgie deutlich im Vergleich zum natürlichen Blutungsrisiko gesenkt werden konnte. Wir haben uns entschlossen, diese Behandlungsmöglichkeit ausgewählten Hochrisikopatienten in Deutschland anzubieten. Dies betrifft ausschließlich Patientinnen und Patienten bei denen eine mikrochirurgische Kavernomentfernung mit vertretbaren Risiko nicht möglich ist, und bei denen die Indikation zur Radiochirurgie von einer anerkannten mikrochirurgisch tätigen Einrichtung befürwortet wird. |
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