Nuklearmedizin  
             
 

Was bedeutet Nuklearmedizin?

Der Begriff „Nuklearmedizin“ bedeutet die Anwendung von radioaktiven Stoffen in geringer Konzentration zur Erkennung und Behandlung von Stoffwechselveränderungen in verschiedenen Organsystemen, wie z.B. Skelett – Schilddrüse – Nieren und ableitende Harnwege – Herz – Lunge – Gehirn in Zusammenhang sowohl mit gutartigen als auch bösartigen Erkrankungen. Daher sind krankheitsbedingte Änderungen in Organfunktionen häufig früher zu erkennen als in Röntgenuntersuchungen oder auch der Kernspintomografie.

Wie belastend sind nuklearmedizinische Untersuchungen?

Bei vielen Untersuchungen (Schilddrüse – Nieren) liegt die Strahlenbelastung im Bereich der natürlichen Strahlenbelastung und deutlich unterhalb der einer Röntgenuntersuchung. Bei anderen Untersuchungen liegt die verabreichte Strahlung meist unter der Belastung durch eine Computertomografie.

Nebenwirkungen durch die radioaktiven Substanzen sind weitgehend auszuschliessen, da im Gegensatz zu Röntgenkontrastmitteln kaum Unverträglichkeitsreaktionen auftreten können.

Welche Untersuchungen sind bei uns möglich?

Im MVZ bieten wir derzeit nahezu sämtliche Untersuchungen zur Abklärung von Organ-Funktionsstörungen an, die auch ambulant auf Überweisung von niedergelassenen Ärzten erfolgen können.

Welche Behandlungen sind bei uns möglich?

Zur Behandlung von entzündlichen Gelenkerkrankungen und von Ergüssen im Bereich der Kniegelenke steht die Radiosynoviorthese (RSO) zur Verfügung. Mit dieser Behandlung werden durch eine Kniegelenkspunktion und Einbringung einer strahlenden Substanz die entzündeten und Erguss produzierenden Zellen der Gelenkhaut verödet.

Bei starken Schmerzen durch Knochenherde im Verlauf einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung setzen wir die Samariumtherapie ein.

Weitere Informationen: