Prof. Dr. Mathias Freund (hinten Mitte), Prof. Dr. Diana Lüftner (2. von rechts), Dr. Ertan Mergen (1. von rechts) sowie weitere Mitstreiter und Unterstützer der Stiftung.

MVZ am Klinikum Rosenheim

MVZ übernimmt Aufgabe als Treffpunkt Chiemgau der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs

Rosenheim/Berlin, 13. März 2019 – Risiken der Vererbung bis hin zum Wiedereinstieg in den Beruf nach einer Krebserkrankung waren Themen, die am vergangenen Samstag (9. März 2019) im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) am Klinikum Rosenheim von Krebspatienten, Interessierten sowie Fachärzten und anderen Experten diskutiert wurden. Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs lud gemeinsam mit Dr. med. Ertan Mergen, Chefarzt und Ärztlicher Leiter des Medizinischen Versorgungszentrums am Klinikum Rosenheim, zu einem Krebs-Informationstag ein. Dr. Mergen moderierte kompetent und empathisch die ganztätige Veranstaltung, bei der viele Fragen junger und älterer Krebspatienten sowie Angehöriger beantwortet werden konnten. Mehrmals ließ Dr. Mergen die Zuhörer sogar an sehr persönlichen Geschichten und Erlebnissen teilhaben und traf damit die Emotionen, Gedanken und Motive der Besucher. Die angenehme Atmosphäre im MVZ ermutigte die Betroffenen, sich gleichzeitig mit eigenen Ideen und praktischen Vorschlägen zum Umgang mit der Krebserkrankung im Alltag einzubringen. Viele Fragen junger und älterer Krebspatienten sowie Angehöriger konnten beantwortet werden.  

„Wir arbeiten inzwischen mit mehr als 700 jungen Betroffenen bundesweit zusammen“, erklärt Prof. Dr. med. Mathias Freund, Kuratoriumsvorsitzender der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs. Er referierte zum Thema „Wie entsteht Krebs und welche Rolle spielt die Vererbung“ am vergangenen Samstag in Rosenheim. 

Den Informationstag besuchten auch Angehörige, andere Interessierte und nicht zuletzt Unterstützer, die sich über die Stiftung informieren wollten. 

In den kommenden Wochen und Monaten wird ein TREFFPUNKT Chiemgau für junge Krebspatienten in der Region entstehen. Hier können sich junge Menschen, die im Alter von 18 bis 39 Jahren erkrankt sind oder waren und an den Folgen der Erkrankung leiden, austauschen und lebensbejahende Aktivitäten gemeinsam initiieren und erleben. Den TREFFPUNKTEN der Stiftung stehen medizinische Experten ehrenamtlich zur Seite. Frau Prof. Dr. med. Diana Lüftner, Stiftungsvorstand und Oberärztin der Onkologie an der Charité Berlin sowie Dr. med. Ertan Mergen stehen für die Fragen der jungen Patienten in dem zukünftigen TREFFPUNKT Chiemgau zur Verfügung.

Frau Prof. Lüftner sprach auf dem Krebs-Informationstag im MVZ Rosenheim über „Krebs und Familie – Fragen der Fruchtbarkeitserhaltung“. Gleichzeitig stellte sie den ehemaligen Krebspatienten Tobias vor. Der Vater von fast einjährigen Zwillingen war mit 24 Jahren an Hodenkrebs erkrankt und leitet heute den TREFFPUNKT Augsburg der Stiftung in Bayern. Er beschrieb seine ehrenamtliche Arbeit und die seiner Mitstreiter im TREFFPUNKT Augsburg sowie „die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stiftung“.  

Der Stiftungsvorstand freut sich, dass sich die jungen Betroffenen weit über die Organisation gemeinsamer Treffen, Kinobesuche oder auch Bowling hinaus engagieren. Die jungen TREFFPUNKT-Mitglieder sind dabei sehr kreativ und sogar für die Belange der jungen Krebspatienten auf regionalen Patiententagen oder Kongressen unterwegs.

Für den künftigen TREFFPUNKT Chiemgau sind junge Menschen, die an Krebs erkrankt sind oder waren, sowie Angehörige und Freunde herzlich willkommen. Bei Interesse melden Sie sich gern bei der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs unter der E-Mail: .

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